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Dein Start als Business -Coach — 4 Grundsätze, die mir 4k Umsatz am Anfang brachten

Du möchtest dein eigenes Coaching Business aufbauen? In diesem Artikel möchte ich mit dir ein paar absolut essentielle Grundsätze teilen, die mir sehr geholfen haben.

Ich werde dir jedoch keine 6- oder gar 7-stelligen Umsätze versprechen. Auch kein “über Nacht reich”-Systeme.

Stattdessen werde ich dir in diesem und weiteren Artikel meine Erfahrungen und Best Practices teilen. Wo es mir möglich ist, werde ich allgemeingültige Aussagen treffen.

Mein Vorgehen haben für mich zu einem erträglichen Einkommen als Coach geführt. Dabei habe ich Unternehmen damit unterstützt, Social Media effektiv für PR oder die Kundengewinnung zu nutzen.

Mein Peak-Tagessatz waren bisher 2.500 EUR für ein Halbtages-Seminar in einer städtischen Einrichtung. Fairer Weise muss ich sagen, dass meine normalen Beratungstage im Schnitt bei 700–1.200 EUR lagen.

Gleichzeitig habe ich in 2 Wochen mit meinem ersten digitalen Produkt 6.000 EUR generiert, davon 3.000 EUR netto Gewinn — und das im ersten Monat meiner Selbstständigkeit.

Gutes Geld.

Auch Buchautor durfte ich werden (Hier zu sehen).

Wer jetzt etwas forscht, wird feststellen, dass ich in dieser Branche nicht mehr tätig bin. Stattdessen habe ich mich entschieden in einem Tech-Startup beim Aufbau einer data-driven Customer Success-Abteilung zu helfen.

Noch eine Sache, bevor ich loslege:

Wieso schreibe ich das hier?

Ich selbst bin genervt von den 6- und 7-stelligen Umsatzversprechen der Gurus auf dem Markt.

Deren Systeme sind grundsätzlich nicht schlecht, nur sind deren Ergebnisse nur für den Bruchteil der Kunden wirklich so lukrativ.

Am meisten verdienen diejenigen, die solche Angebote verkaufen.

Ich möchte Menschen helfen, die wirklich Lust darauf haben, sich in die Selbstständigkeit zu stürzen und möchte mein Wissen weitergeben. Wenn du Lust hast, mit deinem eigenen Coaching Business Geld zu verdienen: Lies weiter :)

Grundsatz 1: Wieso willst du Coach werden?

Meine Geschichte sah so aus:

  • Ich hatte kein Geld
  • Ich war faul

Ich brauchte also etwas, womit ich in naher Zukunft Einkommen generieren kann.

Dann hatte ich Glück.

Ich traf im Jahr 2016 einen guten Freund, Personal Trainer, der selbst mit digitalem Marketing mehr Kunden erreichen wollte.

Während eines gemeinsamen Abends skizzierte ich ihm sein Vorgehen:

  • Webseite
  • Funnel
  • E-Mail-Marketing

Am Ende des Abends hatte er eine einfach zu befolgende Schritt für Schritt Anleitung für ein Schritte in der digitalen Welt.

Dann kam der Satz, der mich zum Coach mache:

“Dennis, wenn du das alles weißt, wieso lässt du dich dafür nicht bezahlen?”

Zack.

Mein Coaching Business wurde in dieser Sekunde geboren.

Ich hatte mir dieses Wissen über diverse Umwege bereits über viele Jahre erworben.

Innerhalb von nur zwei Wochen hatte ich das Glück, meinen ersten Kunden zu gewinnen: 4.000 EUR für zwei Tage Seminar.

Ein Hochgefühl, wie ich es niemals zu vor erlebt hatte.

Ich erinnere mich noch heute, dass ich richtig gezittert habe, als ich das Angebot versendet habe.

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Wer genau liest: Es waren am Ende nur 3.500 EUR — trotzdem war ich Stolz wie Bolle.

Wenn du mich also fragst, wieso ich mein Coaching Business gestartet habe?

Aus dem Wunsch heraus Geld zu verdienen und weil ich gemerkt habe, dass mein Wissen anderen hilft.

Geld verdienen zu wollen ist gut und richtig.

Lass dir nichts anderes einreden.

Denn deine Expertise ist etwas Wert.

Grundsatz 2: Fokussiere dein Coaching Business auf ein Problem

Einfache Leitfrage:

In welcher Situation buche ich dich als Coach?

Je spezifischer du bist, desto leichter wirst du Kunden finden.

Ein guter Freund von mir hat seine Agentur als digitale Marketing Agentur gestartet.

Webseiten, Facebook Ads, usw.

Das Problem: Er war damit zu unspezifisch.

Inzwischen macht er eine konkrete Sache: Er hilft Handwerkern neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Das ist einfach, das kann ich mir merken.

Jeder Handwerker kann ihn jetzt buchen, wenn er auf der Suche nach neuen Mitarbeitern ist.

Einen solchen Satz brauchst du auch für dein Coaching Business. Gerade am Anfang verlieren sich viele darin “alles für jeden” sein zu wollen.

Langfristig schadet das nur.

Du bist unsicher, worauf du dich spezialisieren sollt?

Das ist völlig in Ordnung.

Meine Strategie im Marketing war: Im die aktuellsten Trends finden und den Unternehmen vorstellen.

2017: Wie kann ich Chatbots für Neukundenakquise nutzen?

2018: Wie kann ich einen Online-Kurs erstellen und Geld verdienen?

2019: Wie kann ich mit Instagram Neukunden gewinnen?

Nachteil dieser Strategie war, dass ich immer up-to-date bleiben musste. Das war langfristig sehr anstrengend und kann ich nur bedingt empfehlen.

Wenn du dir unsicher bist, dann schau nach der Zielgruppe.

Ich selbst bin nach diesen Kriterien vorgegangen:

  1. Wenn du zwischen zwei Zielgruppen schwankst: Welche ist die finanziell lukrativere?
  2. Wenn eine Zielgruppe Studenten sind: Nimm die andere
  3. Was wird dieses Jahr ein Trend? (Wichtig: Was aber noch kein Hype ist!)
  4. Welche Zielgruppe hat eine höhere Zahlungsbereitschaft?
  5. Wie glaubwürdig bist du bei der Zielgruppe?

Versuche deine Nische zu finden und dein Coaching Business darauf aufzubauen.

Grundsatz 3: Entwickle ein standardisiertes System

Was meine ich damit?

Du liest gerade einen standardisierten Prozess in diesem Artikel: Tue dies, dann das.

Als Coach hast du die Aufgabe einen Schritt für Schritt Plan für deine Kunden zu erstellen.

“Aber, Dennis, ich will meine Kunden individuell coachen!”

Sollst du auch, aber innerhalb eines standardisierten Prozess.

Das Ganze kannst du mit dem Erklimmen eines Berges vergleichen: Als Bergführer kennst du die Strecke und nimmst nicht jedes Mal eine andere.

Während der Reise gehst du aber dann auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden ein.

So funktioniert gutes Coaching.

Nur durch standardisierte Prozesse wirst du immer besser und erzeugst bessere Ergebnisse.

Ein weiterer Vorteil dieses Vorgehens ist die Skalierbarkeit.

Irgendwann kannst du andere Ausbilden.

Doch, vergiss das erst einmal.

Erst einmal geht es um dein Training und darum, besser zu werden.

Grundsatz 4: Sei dir bewusst, wie viel Geld du benötigst — oder: Lerne die Zahlen zu lieben

Das bedeutet: Du selbst legst deinen Stundenlohn fest und entscheidest, was geht und was nicht.

Wie kannst du zumindest den Minimal-Betrag ermitteln?

Ich zeige dir ein paar einfache Rechnungen, davon ausgehend, dass du zunächst Zuhause arbeitest, unter 30 bist und Single. Also wirklich ein Lebensstil, der noch recht günstig ist:

Zwei Szenarien siehst du hier, die wir kurz durchgehen:

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Szenario 1: Geringes Einkommen, geringe Fixkosten — bei vielen am Anfang der Fall.

Szenario 2: Gehalt eines Angestellten mit ca. 60.000 EUR Einkommen

Ich gehe von 160 Stunden Arbeit aus und 50% Auslastung — davon wirst du zumindest am Anfang nur träumen können.

Beide Szenarien sind absolut oberflächlich, aber geben dir zumindest schon mal eine grobe Übersicht, wo du rauskommen solltest.

Das bringt mich zu einem ganz wichtigen Punkt: Dem Sparen!

Als Selbstständiger bist du auf dich allein gestellt.

Sparen ist keine Option, sondern Pflicht und das so früh wie möglich.

Mein Ziel im ersten Jahr war es: Nach spätestens 2 Jahren so viel Geld zur Seite legen, dass ich 1 Jahr ohne Geld leben kann.

Das ist gut für das Gemüt und es ist wichtig für Verhandlungen: Kunden wittern es, wenn du unsicher bist und das Geld dringend benötigst.

Am Beispiel oben siehst du, dass Szenario 1, das aller niedrigste Szenario mit mindestens 30,36 EUR Stundenlohn (netto!) loslegen muss, während Szenario 2 bereits 71,37 EUR benötigt.

Selbstständigkeit ist ein Zahlenspiel. Lerne mit den Zahlen umzugehen und sie zu nehmen, wie sie sind.

Zusammenfassung

  1. Warum willst du Coach werden?
  2. Welches Problem löst du für deine Kunden?
  3. Wie sieht dein Modell aus?
  4. Rechne aus, was du wirklich verdienen musst
  5. Lerne Zahlen zu lieben!

Diese ersten Schritte sind absolut notwendig, um erfolgreich loszulegen.

Die Selbstständigkeit ist ein Abenteuer, das ich jedem mal empfehlen kann. Denn diese Reise ist eine der schönsten, die ich bisher erleben durfte.

Worin möchtest du dich selbstständig machen? Teile mir deine Ideen gerne.

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Schreibt über das Thema “Mit dem eigenen Wissen Geld verdienen” — wenn nicht das, dann über Philosophie, Daten oder Finanzen.

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